Unsere Fußballer fuhren samt Frauen, Freundinnen und sonstigem Anhang mit dem Bus zur Bierprobe nach Seinsheim. Bierprobe und Seinsheim? Passt auf den ersten Blick ja so gar nicht zusammen, ist Seinsheim doch eher als Ort von Weingelagen bekannt, denn als heimliche Bierhauptstadt Bayerns. So wundert es auch nicht, dass die Bierprobe von einem schwäbelnden Oberbayern namens Günther veranstaltet wurde. In seinem Cafe am See hortet Günther in normalen Zeiten 33 Sorten Bier, die er seinen Gästen nach und nach kredenzt. Wir kamen im Laufe des Abends in den Genuss von 7 verschiedenen Sorten Bier. Günther erzählte uns viel über die Geschichte des Bieres, seiner Herstellung und auch viel aus seinem Leben. Unter anderem, dass er in England auf einem französischen Flugzeugträger aufgrund seiner deutschen Luftwaffenuniform als schwedischer Admiral durchging?!? Das schwedisch wurde vom Autor dieses Berichts frei erfunden, den Rest hat Günther tatsächlich so berichtet.

Die Stimmung unter uns wurde von Bierrunde zu Bierrunde immer besser. Als das 7 Bier getrunken war, stiegen viele noch auf Hochprozentigeres um. Für die Asketen wie unseren Trainer Sven Fischer gab es alternativ zur Bier- eine Saftprobe. Von Günther dezent mit dem Hinweis versehen, dass der Saft doppelt so viel Kalorien habe wie das Bier.

Emotional wurde es noch einmal, als Maxi Cieschek das Wort erhob und sich von der Mannschaft verabschiedete. Nicht für immer. Maxi gefällt es tatsächlich bei uns!Nein, er geht ab 13.01.2018 mit seinem Cousin auf große Weltreise. Von Köln geht es Richtung Thailand, dann Südafrika, zurück nach Dubai und von dort aus nach Südamerika. Maxi wird uns aufgrund seiner  sympathischen Art fehlen. Wir wünschen ihm viele spannende Eindrücke und natürlich, dass er gesund heim kommt und dann wieder für den RSV die  Fußballstiefel schnürt.

Zurück zur Bierprobe. Es war wirklich ein sehr schöner Abend, was unter anderem auch den sehr netten Bedienungen zu verdanken war. Man konnte fast nicht glauben, dass es sich hier um die Töchter unseres Trainers handelte. Glücklicherweise haben bei den sympathischen Mädels wohl mehr die Gene der Mutter durchgeschlagen.

Die Abfahrt war für 24:00 Uhr geplant. Es wurde dann doch schon eher 0:00 Uhr, da wie auch nicht anders zu erwarten war, vor allem unsere Frauen nicht in den Bus zu kriegen waren. Unser Fahrer Frank Neubauer brachte uns dann sicher über die Höhenzüge des Iffigheimer Berges. Hochmotiviert und bestens “drauf” war auch noch einer der beiden Vorstände (der frühere linke Verteidiger) aus der Mühlstraße. Kam doch in jeder Ortschaft, durch die wir fuhren der Spruch: “Wenn do nu a Lichd brennd, hald merr ou und genna nei”. Nachdem keine Lichter mehr brannten landeten wir wohlbehalten gegen 01:00 Uhr in Sugenheim.