空手道 Karate-Do
Was ist Karate-Do?
Karate ist eine Kampfkunst aus Japan. KARA (空) bedeutet leer oder unbewaffnet, TE (手) ist die Hand und DO (道) der Weg – Karate ist demnach der Weg der leeren Hand.
Die Tugenden Ehrgeiz und Disziplin zeichnen den Karateka aus. Durch sein Training stärkt er nicht nur seinen Körper, sondern vervollkommnet seinen Charakter. Folglich ist Karate auch keine Frage des Alters, sondern der Einstellung: Habe ein Ziel und Du wirst einen Weg haben.
Wie wird trainiert?
Bei Karate werden alle konditionellen Grundeigenschaften trainiert. Nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch Schnelligkeit, Beweglichkeit, Balance und Koordination werden durch diesen Sport verbessert. Karate dient daher der körperlichen und geistigen Fitness bis ins hohe Alter. In der Kampfkunst lehren erfahrene Meister, sogenannte SENSEI. Der SENPAI unterstützt als erfahrener Karateka seinen Sensei und seine Mitschüler.
Was wird trainiert?
Es haben sich verschiedene Stilrichtungen entwickelt. Wir trainieren Shōtōkan-ryū. Shōtō („Pinienrauschen“) ist der Künstlername von Sensei Funakoshi Gichin (1868–1957), der Begründer dieser Stilrichtung (ryū). KAN bedeutet großes Gebäude. Daher bezeichnet Shōtōkan die Schule und die Lehren Funakoshis.
Karate-Do besteht aus drei wesentlichen Elementen:
Im KIHON (Grundtechniken/Grundschule) werden Techniken und Stellungen erlernt und immer wieder geübt, bis man sie reflexartig ausführen kann.
Im KUMITE (Begegnung der Hände/Partnerübung) werden Distanzgefühl, Timing, Achtsamkeit und Kontrolle trainiert. Angriffs-, Block- und Kontertechniken werden mit dem Partner geübt, wobei im Shôtôkan-Karate das Prinzip des Sun-Domê gilt, d. h. jede Angriffs- oder Kontertechnik wird 3 cm (= chinesischen Längenmaß 1 Sun) vor dem eigentlichen Ziel abgestoppt. Hierdurch kommt es selten zu Verletzungen im Training.
Mit der KATA (ritualisierter Bewegungsablauf/Form) wird ein Kampf mit einem oder mehreren imaginären Gegnern geübt und Bewegungsabläufe internalisiert. Im weiteren Verlauf des Trainings werden dann die Techniken der Kata im BUNKAI (Zerlegung) aufgeschlüsselt und schrittweise mit dem Partner umgesetzt.
Diese Übungsformen dienen der Befähigung zur SELBTVERTEIDIGUNG, bei der Handlungsmuster auch in Stresssituationen sicher abgerufen werden können.
Wo wird trainiert?
Im DÔJÔ (Trainingsraum) findet das Training barfuß statt. Wir treffen uns regelmäßig in der Sporthalle des RSV Sugenheim.
Noch offene Fragen?
Unsere Ansprechpartner stehen Euch per E-Mail (karate@rsv-sugenheim.de) oder persönlich vor oder nach den Trainingszeiten zur Verfügung. Unsere Ansprechpartner findet Ihr HIER.
Karate als Lebenseinstellung
Im ZEN macht man sich frei von störenden Gedanken. Innere Ruhe erlangt derjenige, der mit konzentrierter Hingabe sein Tun verrichtet. Der begehrte 1. DAN ist somit nicht das Ziel der Kampfkunst, sondern das Nebenprodukt intensiven Trainings.
Von Miyamoto Musashi (1584 – 1645), zeitlebens unbesiegter Schwertkämpfer, stammt folgende Regel:
Und: wer es schafft, die Achtsamkeit (Sanchin) des Karate-Trainings auch in sein Alltagsleben einziehen zu lassen, hat auf dem Weg des Kriegers (Bushido) einen großen Fortschritt gemacht. So kann ein Stand (Tachi), eine Technik (Waza) oder eine Form (Kata) auch unabhängig der Trainingszeiten geübt und verfeinert werden.
Wer sich bei der Ausführung der Bewegungen unsicher fühlt, der findet beispielsweise auf YouTube unzählige Lehrvideos von hervorragenden Meistern.














